Dinges, Michael and Dachs, Bernhard and Kerlen, Christiane and Pintar, Nico and Reiter, Cornelia and Toepel, Kathleen and Weinlinger, Pia (2026) Evaluierung der FFG-Basisprogramme für den Zeitraum 2008–2021. Technical Report. AIT, Kerlen Evaluation. Wien.
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Abstract
Die Basisprogramme der FFG (FFG-BP) zählen zu den zentralen Instrumenten der österreichischen Forschungs- und Innovationsförderung für Unternehmen. Die vorliegende Evaluierung untersucht erstmals umfassend ihre Wirkungen für den Zeitraum 2008 bis 20211. Aus innovationsökonomischer Sicht ist dieser Zeitraum durch tiefgreifende Veränderungen der wirtschaftlichen und technologischen Rahmenbedingungen geprägt: Zum einen durch die zunehmende Internationalisierung und Digitalisierung der österreichischen Wirtschaft, zum anderen durch die wachsende Bedeutung ökologischer Transformation sowie die ersten beiden Jahre der COVID-19-Pandemie. Die Bewertung erfolgt überdies vor dem Hintergrund zentraler Herausforderungen für das österreichische Innovationssystem: Österreich ist relativ stark im Aufbau von Wissen und F&E-Kapazitäten, weist aber Schwächen bei der Übersetzung dieser Wissensbasis in wirtschaftliche Dynamik, etwa hinsichtlich der Skalierung innovativer Unternehmen (insbesondere Startups), der technologischen Transformation und der Erschließung neuer Wachstumspfade auf.
Im Evaluierungszeitraum wurden in den FFG-BP insgesamt 8.195 Projekte mit einem Fördervolumen von rund
2,1 Mrd. € gefördert. Methodisch verbindet die Evaluation Dokumentenanalysen, qualitative Interviews, Spezialauswertungen des FFG-Wirkungsmonitorings, Innovationsbiografien und ökonometrische Analysen mit einem erstmals auf Mikrodaten des Austrian Microdata Centers (AMDC) basierenden quantitativen Ansatz zur Wirkungsanalyse. Dafür wurden FFG-Förderdaten auf Unternehmensebene mit amtlichen AMDC-Daten verknüpft und geförderte Unternehmen systematisch mit strukturell ähnlichen nicht geförderten Unternehmen verglichen (Propensity Score Matching).
In der Gesamtschau erweisen sich die FFG-Basisprogramme weiterhin als innovationspolitisch zentrales Instrument. Ihre besondere Stärke liegt in der Verbindung von Themenoffenheit, industrieller Relevanz und wirtschaftlicher Verwertung. Sie weisen eine hohe Wirkung bei KMU, Startups und neuen F&E-Akteuren auf. Bei Großunternehmen erzeugt die Förderung im Vergleich zu ähnlichen Unternehmen seltener zusätzliche F&E-Ausgaben oder zusätzliche wirtschaftliche Dynamik, sondern unterstützt eher bestehende Forschungsstrategien, technologische Spitzenpositionen und industrielle Kompetenzprofile. Der zentrale Hebel der Basisprogramme liegt also vor allem bei jenen Unternehmen, für die die Förderung eine relevante Größenordnung im Verhältnis zu den eigenen F&E-Ressourcen darstellt.
| Funders: | BMIMI - Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur |
|---|---|
| Subjects: | Evaluation of Programmes R&D in Austria |
| Divisions: | AIT - Austrian Institute of Technology GmbH Ministry for Innovation, Mobility and Infrastructure |
| Number of Pages: | 280 |
| Uncontrolled Keywords: | FFG Basisprogramme, Programmevaluation, Innovationsförderung, Unternehmen |
| Identification Number: | 10.22163/fteval.2026.758 |
| Date Deposited: | 17 Aug 2026 11:12 |
| URI: | https://repository.fteval.at/id/eprint/840 |
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