Evaluierung Industrienahe Dissertationen

Dorr, Andrea and Heckl-Marolz, Eva and Kaufmann, Joachim (2026) Evaluierung Industrienahe Dissertationen. Technical Report. KMU Forschung Austria. Wien.

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Abstract

Das Programm „Industrienahe Dissertationen“ zielt auf die Förderung des Humanpotenzials für die anwendungsorientierte Forschung ab, indem es industrienahe Dissertationsprojekte im Bereich Naturwissenschaft und Technik unterstützt. Insgesamt konnten im Zeitraum von 2014 bis 2025 317 Dissertationsprojekte in außeruniversitären Forschungseinrichtungen (57 %) und in Unternehmen (43 %) von der Förderung profitieren. Das Programm wird von den geförderten Organisationen äußerst geschätzt und mit großer Mehrheit als sehr gut bewertet. Die Wirkungen sowohl auf organisationaler als auch auf individueller Ebene entsprechen den Zielsetzungen des Programms. In den geförderten Organisationen erhöhen sich die FTI-Kompetenzen der Mitarbeiter:innen, der Zugang zu Forschungspersonal wird erleichtert und Kooperationen mit den Universitäten vertieft. Für die Dissertantinnen und Dissertanten bedeutet das Programm den Einstieg in die industrielle Forschung und den Beginn einer Karriere im außeruniversitären F&E-System, wobei sich durch die entsprechende Mittelreservierung insbesondere auch die Karrierechancen von Nachwuchsforscherinnen erhöhen. Systemisch betrachtet stellt das Programm eine wertvolle Ergänzung dar, indem es externe und anwendungsorientierte Dissertationen unterstützt. In Hinblick auf die Weiterentwicklung des Programms wird aufgrund der erfolgreichen Umsetzung die Beibehaltung der Deckelung der Anträge pro Organisation und die Reservierung der Hälfte der Mittel für Frauen zur Förderung von Frauen in der Forschung empfohlen. Thematische Ausschreibungen haben zur Erzielung von Lenkungseffekten ihre Berechtigung, dabei sollten jedoch keine weiteren quantitativen Einschränkungen vorgenommen werden und ein gewisses themenoffenes Mindestbudget zur Verfügung gestellt werden. Um den Abschluss der Dissertation zu erleichtern, könnten eine Laufzeitverlängerung, eine Flexibilisierung der Projektlaufzeit, eine zweckgewidmete geringe Zusatzförderung für die Fertigstellung oder die Bereitstellung von Informationen zu weiteren Fördermöglichkeiten hilfreich sein. Auf universitärer Ebene gilt es vor allem die Sichtbarkeit des Programms zu erhöhen. Zudem könnte die Vernetzung der Dissertantinnen und Dissertanten, z.B. durch ein Kick-off-Event, unterstützt werden.

Abstract (english)

The Industry-Related PhD programme aims to foster human capital for applied research by supporting industry-related PhD projects in the fields of natural sciences and engineering. Between 2014 and 2025, 308 PhD projects at non-university research institutions (56 %) and in companies (44 %) benefited from funding. The programme is highly valued by the funded organisations and rated as ‘very good’ by a large majority. The impacts at both the organisational and individual levels are in line with the programme’s objectives. Within the funded organisations, R&D competencies are enhanced, access to research personnel is facilitated, and cooperation with universities is deepened. For doctoral candidates, the programme represents a gateway into industrial research and the start of a career in the non-university R&D system, with the allocation of dedicated funding particularly enhancing career opportunities for early-career female researchers. From a systemic perspective, the programme serves as a valuable complement by supporting external and applied doctoral theses. With a view to the programme’s further development, and in light of its successful implementation, it is recommended that the cap on the number of applications per organisation be retained and that half of the funding be reserved for women to promote women in research. Thematic calls for proposals are justified in order to steer the programme’s direction; however, no further quantitative restrictions should be imposed, and a certain minimum budget for open-topic proposals should be made available. To facilitate the completion of the dissertation, an extension of the project duration, greater flexibility regarding the project timeline, a small, earmarked additional grant for completion, or the provision of information on further funding opportunities could be helpful. At university level, the main priority is to increase the programme’s visibility. Furthermore, networking among PhD candidates could be supported, for example through a kick-off event.

Funders: FFG - Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft
Subjects: Evaluation of Programmes
Divisions: FFG - Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft
KMU Forschung Austria
Number of Pages: 63
Identification Number: 10.22163/fteval.2026.739
Date Deposited: 01 May 2026 11:56
URI: https://repository.fteval.at/id/eprint/814

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